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Mittwoch

Unbeschreiblich

Du bist nicht beschreibbar, du bist ein Gefühl.
Ein Gefühl das tief in mir verankert ist, welches ich nicht erklären kann und auch nicht weiß wo es her kommt.



Ich habe versucht Geduld und Verständnis für einen Menschen auf zu bringen, welcher nicht wusste was er wollte und habe anscheinend mehr davon verbraucht als für diese Situation eigentlich vorgesehen war.
Mir wurde klar ich müsse mich entscheiden. Möchte ich weiter hoffen oder möchte ich mir jetzt darum Gedanken machen müssen was ich wirklich will? Muss ich mich jetzt wirklich damit auseinander setzen, dass all das vielleicht nur ein Zeitvertreib war oder ich mir im Grunde doch etwas ganz anderes wünsche?

In mir kommt dieses Gefühl der Sehnsucht hoch. Es steht neben mir, zieht mir am Mantel und will das ich folge. Doch wohin? Nach was habe ich Sehnsucht, denn eigentlich habe ich doch alles was ich im Moment brauche um mich gut zu fühlen ...


Im Grunde habe ich mich dazu entschlossen mich damit auseinander zu setzen was ich möchte und wonach sich mein Herz sehnt.
Es wurde Zeit das meine Gedanken wieder mir gehören. Mein Herz gab das Kommando ab und wurde schlagartig wieder größer.
Da ist sie nun, die Sehnsucht. Ich gehe die Ungewissheit ein und nehme sie an der Hand.
Es war ein komisches Gefühl nicht zu wissen wohin das ganze führen würde. Ob ich glücklich werden würde mit dieser Entscheidung.



Aber das Gefühl in mir ist ein Gefühl von Zufriedenheit. Ich bin zufrieden mit meiner Entscheidung, mit mir selber und mit dem wie es mir im Moment geht.
Dieses Gefühl hat mich gefangen. als ich fast am letzten Steilhang gefallen wäre.
Die Sehnsucht nach Zufriedenheit füllt mein Innerstes komplett aus.
Ich kann die Rationalität mal einen Moment lang sein lassen und für mich selber grenzenlos sein. Ich kann mir selbst etwas gutes tun indem ich einfach ich selber bin.



Pictures: Dominique Seefeldt
Model: Runa

Dienstag

Halbe Sache ...


Vielleicht bin ich altmodisch ... aber früher war es doch so das der erste Kuss oder eher gesagt dererste Sex der ausschlaggebende Auslöser dafür war, das man nun ganz offiziell ein Paar ist. 
     Heutzutage ist das ganze irgendwie anders. Ich finde es kurios.

Ich bekomme es in meinem Umfeld immer mehr mit, das die Menschen keine Beziehungen mehr eingehen sondern sich eher 'Fuckbuddys' suchen oder sich Freunde suchen die sie als ' Freunde mit gewissen Vorzügen ' betiteln können.
Offiziell ist man noch Single, hat keine wirklichen Verpflichtungen und wenn man doch mal ein wenig Lust auf Nähe und Zuneigung hat, ruft man einfach seinen 'Fuckbuddy' an und erlebt für eine kurze Zeit das Gefühl einer Beziehung.

Ich finde es so unglaublich schade das die meisten keine Zeit mehr für eine Beziehung aufbringen wollen oder nicht den Mumm haben die Konsequenzen einer Beziehung tragen zu wollen.
Die Menschen lernen sich vielleicht auf einer Party kennen, schreiben sich Tag und Nacht. Treffen sich zum ersten mal, küssen sich und haben vielleicht auch Sex miteinander.
Danach schreiben sie sich weniger, eher sporadisch. Sie treffen sich ab und zu, die Zeitabstände Variieren, ab und zu hören sie auch mehrere Wochen gar nichts von einander und treffen sich dann wieder um mit einander zu schlafen.

Das was sie haben hängt quasi in der Schwebe. Es ist nichts ganzes und nichts halbes. Eine total komische Situation mit der sich die Leute jetzt auseinander setzen müssen, aber eigentlich garnicht wollen.
Man stellt sich folgende Fragen: ' Ist das nun etwas ernstes? ' 'Ab wann wird es offiziell? ' 'Soll ich ihn/sie meinen Eltern vorstellen? '

Ich schätze die meisten haben Angst sich mit den Konsequenzen die eine Beziehung nach sich trägt, sich alle weiteren, vielleicht auch besseren Chancen zu verbauen. Der Mensch an sich möchte alles optimieren, sich ständig verbessern und ist somit auch auf der Suche nach dem non plus ultra in Sachen 'Partner'.
Der andere Punkt ist wahrscheinlich die Angst vor dem psychischen Gefängnis. Die Angst vor zu viel Nähe und nicht mehr das machen zu können was man als Single getan hat.

Ich glaube viele Frauen hoffen zu viel, aber wissen es schlicht weg nicht. Wobei die Männer damit einfacher umgehen können. Sie führen quasi eine Beziehung bei der man nicht Schluss machen muss, bei der man einfach keine Verpflichtungen hat.

Wir sollten einfach anfangen uns zu entscheiden was wir wollen und das unserem Gegenüber auch unmittelbar offenbaren, damit diese Halbschwebe erst gar nicht zum tragen kommt. Denn genau dieses Gefühl der Ahnungslosigkeit bedrückt unsere wirklichen Gefühle und unser tägliches Handeln.


Ich hoffe das wir irgendwann an dem Punkt angelangen, an dem wir unserem Gegenüber direkt sagen können was wir uns erhoffen und wünschen.

xoxo Runa